Dates

Jazzclub-Concert

Die Unwucht feat. Achim Kaufmann & BREU

Die Unwucht © Lukas Diller / BREU © Julius Schuster
Arena am Panometer

Preise

VVK: VVK 17/12 € zzgl. Gebühr
AK: AK 22/17 €

Beide Bands verhandeln das Verhältnis von Individualität und Gemeinsamkeit innerhalb eines Moments, einer Komposition und eines Kollektivs auf verschiedene Weise. Geht es bei Die Unwucht feat. Achim Kaufmann eher darum, die Dissonanzen von Aushandlungsprozessen zu betonen, so versucht BREU einen gemeinschaftlichen Entfaltungsraum zu schaffen. Ein spannungsreicher Doppelkonzert-Abend in außergewöhnlicher Kulisse auf der Sommerbühne am Panometer.

Die Unwucht feat. Achim Kaufmann: Eine Unwucht meint die unsymmetrische Massenverteilung eines rotierenden Körpers, in dem die Teile eines Ganzen ungleichmäßig gewichtet werden. Saxofonist Christopher Kunz und Schlagzeuger Florian Fischer sind in ihren musikalischen Gestaltungsprozessen auf der Suche nach genau diesen Zuständen des Aus-dem-Gleichgewicht-Seins: In freien Improvisationen zwischen Klang und Nicht-Klang, zwischen Ganzen und Einzelnem, zwischen An-und Auseinandernehmen. Dabei spielen sie bewusst mit dem Ungleichgewicht, um letztlich in einen gleichberechtigten Dialog zu finden. Inspiriert von John Coltrane und Rashied Ali und deren Album »Interstellar Space« loten Die Unwucht auf ihrem Debütalbum »First Intake« (veröffentlicht im Mai 2021) mit Integrität und bedingungsloser Offenheit für den Moment ihre eigene Gestaltungskraft aus. Erstmals im Trio gemeinsam mit dem Pianisten Achim Kaufmann.

BREU: „Wenn aus unverwechselbaren Einzelstimmen etwas Gemeinsames entsteht, – nicht der kleinste gemeinsame Nenner, sondern der größtmögliche Entfaltungsraum für alle.“ So Schlagzeuger Maximilian Breu auf die Frage, wann eine Band eine Band sei. Das Aufeinandertreffen individueller und ausdrucksstarker Klangerzeugung und die Findung von neuen Ausdrucksweisen stehen im Mittelpunkt seiner Kompositionen. Mit seinem eigenwilligen und einnehmenden Schlagzeugspiel begibt er sich zusammen mit seinen Bandkolleg*innen auch einmal auf Umwege hin zum Ziel gemeinsamer Musik, die sich stilistisch offen und unberechenbar zeigt: Mal entwickelt sie sich organisch weiter, prescht indie-rockig voraus, hält inne oder brodelt untergründig. Bereits letztes Jahr überzeugte Breu mit seiner hochenergetisch spielenden Formation Space Shuttle im Rahmen der Leipziger Jazztage 2020. Das Debütalbum von BREU wird in den nächsten Monaten veröffentlicht werden und am 4. August werden bereits einige der darauf erscheinenden Stücke zu hören sein.

  • Text: Jazzclub Leipzig e.V.

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