O Solitude

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Eine der vielen Tücken der Einsamkeit ist, dass man als Betroffene:r zu glauben neigt, man sei mit dem Thema allein. Dass dem mitnichten so ist, offenbart allein die schiere Anzahl an Ratgebern, Coaches und Seminaren, die Monat für Monat den Markt fluten.
Auch das neue Projekt »O Solitude« des Ensembles Morphesk unterstreicht die Aktualität des Themas. Dabei nähert es sich dem Komplex auf interdisziplinäre Weise: Durch ein stimmungsvolles Zusammenspiel aus Musik und Text werden Perspektiven aus Kultur, Gesellschaft, Philosophie und Psychologie beleuchtet und miteinander in Beziehung gesetzt. Die Verzahnung von Originalwerken aus Mittelalter, Barock, Romantik und (Post-)Moderne sowie improvisatorischen Anleihen verschafft einen gleichsam spielerischen wie zugleich emotional tiefgehenden Zugang zum Thema.
Dass neben der inhaltlichen auch die musikalische Ebene nicht zu kurz kommt, unterstreicht ein Blick auf die Besetzung: Diese umfasst unter anderem die im Bereich zeitgenössischer Klassik und experimenteller Popmusik arbeitende Violinistin Teresa Allgeier, die erst im Oktober mit ihrem Duo Fallwander bei den Leipziger Jazztagen gastierte.

