Termine

Jazzclub-Konzert

Reza Askari ROAR Quintet

die naTo

Preise

VVK: 18/14 €
AK: 23/18 €

Komplex, körperlich, kompromisslos: Das Reza Askari Roar Quintet verbindet Avantgarde-Jazz mit der akustischen Wucht von Punk und Metal. Den Code »xAYb v8v dYAx« muss man nicht verstehen – man muss ihn erleben.

Wer Jazz verstehen will, stößt regelmäßig an seine Grenzen. Ähnlich verhält es sich beim neuen Album des Reza Askari Roar Quintets, das den kryptischen Titel »xAYb v8v dYAx« trägt. Die Krux ist: Verstehen kann man hier zunächst nichts. Doch vielleicht, und das ist die gute Nachricht, muss man das auch gar nicht. 

Denn Askaris Musik ist kein Rätsel, das sich mit dem richtigen Code knacken ließe. Stattdessen folgt sie ihrer eigenen Logik: Sie verdichtet sich, bricht auf, wiederholt sich obsessiv und findet überraschende Wege aus dem vermeintlichen Chaos, um kurz daraufhin genau dahin zurückzukehren. Verwurzelt im Avantgarde-Jazz, speist sich der Sound des Quintetts zugleich aus der Energie von Metal und Punk und Bands wie Meshuggah oder The Dillinger Escape Plan– nicht als Stilzitat, sondern als Haltung: komplex, konsequent und in jedem Moment radikal körperlich.

Dass diese Wucht vollständig akustisch entsteht, macht den besonderen Reiz des Ensembles aus. Keine Verstärkerwand, keine elektronischen Verfremdungseffekte, die ein sicheres Versteck bieten würden. Stattdessen eine Formation, die jede Bewegung, jeden Ton und jede Spannung gemeinsam im unmittelbaren Live-Moment aushandelt. 

Askari selbst spricht in Bezug auf seine Musik von »kommunikativer Seltsamkeit«. Vielleicht erklärt sich diese Haltung auch durch einen ganz persönlichen Einfluss: seine zweijährige Tochter. Denn die, so der Kontrabassist weiter, zeige ihm, was es bedeute, ein Punk zu sein – instinktiv, frei und mitunter eigenwillig.

  • Text: Luca Glenzer

Weitere Konzerte

WARM UP First Date: unknown to both of us
9.10.2026
Kulturnhalle
Alexander von Schlippenbach »Globe Unity Orchestra« – 60 years playing Apokalyptische Nabelschau
17.10.2026
Oper Leipzig
Charlie Hunter & Ella Feingold
17.10.2026
Oper Leipzig
EN