Termine

Jazzclub-Konzert

Loaness

die naTo

Preise

VVK: 18/14 €
AK: 23/18 €

Aus dem intuitiven Soloprojekt „LOA“ entwickelte Zöschg die Band Loaness. Gemeinsam mit Chiara Chistè, Yvonne Moriel und Ruth Goller erkundet die Südtiroler/Kopenhagener Komponistin und Vokalkünstlerin musikalisch das Spannungsfeld zwischen Einsamkeit und Gemeinschaft.

Die Ursprünge kreativen Schaffens sind schillernd und kaum nachvollziehbar. Wie ein Gebirgsfluss, der sich aus zahlreichen unterirdisch versteckten Quellen speist. In einem Interview mit dem Magazin Salto erinnert sich Laura Zöschg an Dinge, die sie in ihrer Jugend geprägt haben. An die iPod-Playlist ihres Vaters bei gemeinsamen Autofahrten, an Lieder, die sie beim Beobachten des Regens erfand, an Chöre und Kapellen, an ein Gute-Nacht-Lied aus ihrer Heimatgegend.

Welchen Wert dabei das Alleinsein hat, ging der Südtiroler/Kopenhagener Komponistin und Vokalkünstlerin erst spät auf, als sie 2022 das intuitiv experimentelle Soloprojekt »LOA« entwickelte. Vier Jahre später ist aus dem »aloan« (»allein«) – kombiniert mit dem englischen »loneliness« – der Name für eine neue Band geworden: Loaness. Die Songs, die Zöschg beim Innehalten und beim Beobachten der Stille schrieb, wurden durch Wiederholungen und die Arbeit im Ensemble zu einem kollektiven Ritual. »Ich nehme aktiv teil daran, die Musik ins Leben zu rufen, und bin gleichzeitig Beobachterin davon, wie Ruth, Yvonne und Chiara sie interpretieren«, sagt die Künstlerin.Im Rahmen der »Euregio Jazzwerkstatt« des Südtirol Jazzfestivals entwickelte Laura Zöschg die Stücke gemeinsam mit jungen Musiker:innen aus der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino inmitten der idyllischen Dolomitenlandschaft weiter.In Leipzig trifft sie nun auf die italienische Sängerin Chiara Chistè, die österreichische Saxofonistin Yvonne Moriel und die gebürtige Südtiroler Bassistin Ruth Goller, die alle auch als eigenständige Bandleader aktiv sind. Mit Sensibilität für eine lebendige, immer im Fluss befindliche Klanggeographie zwischen Ambient und Noise sorgen die Vier für hypnotische Mehrstimmigkeit, abstrakte Momente und flüsterleise Schönheit.

  • Text: Luca Glenzer

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