SOUND OF LEIPZIGER: GEZA COTARD »Energy is a Terrible Thing to Waste« (Show 2)

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GEZA COTARD verbinden präzise Elektronik, komplexe Rhythmen und flirrende Arpeggios zu einem treibenden Klang, den das Duo liebevoll »Angstpop« nennt. »SOUND OF LEIPZIGER« ist dabei eine Kooperation mit der Leipziger Gruppe, die in diesem Jahr ihr 10-jähriges Jubiläum feiert und eingesandte Sounds aus der Stadt mitbringt, die das Duo im Konzert verarbeitet.
GEZA COTARD gilt seit Jahren als Geheimtipp – ein Duo ohne Katalog, aber mit bemerkenswert großer Laufbahn. Was im Musikbetrieb schnell als Stillstand gelten kann, erscheint bei Friederike Bernhardt und Johannes Cotta als ästhetische Strategie. Die Abwesenheit von Veröffentlichungen hat GEZA COTARD nicht daran gehindert, an Häusern wie dem Thalia Theater Hamburg oder dem Deutschen Theater Berlin zu spielen. Und auch ein Auftritt bei den Leipziger Jazztagen ist verbucht: Im Rahmen der 44. Festivalausgabe gastierte das Duo 2020 im Schauspiel Leipzig.
Nun, sechs Jahre später, kehren GEZA COTARD auf das Festival zurück. Diesmal jedoch nicht auf eine klassische Konzertbühne, sondern in den Alten Speisesaal der Leipziger Stadtwerke – einen Ort, der üblicherweise nicht für öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung steht. Dort wird das Duo in zwei aufeinander folgenden Shows erstmals sein neues Projekt »Energy is a Terrible Thing to Waste« präsentieren, das anlässlich des zehnjährigen Bestehens der L- Gruppe entstanden ist. Aus zahlreichen Audio-Einsendungen von Mitarbeitenden und der Stadtbevölkerung hat das Duo ein Programm geformt, das die verborgenen Klangwelten der Leipziger Gruppe hörbar macht und zugleich transformiert: Aus Geräuschen von Bahnen, Strom, Wasser und anderen Infrastrukturen entsteht so eine Soundwelt zwischen urbanem Rauschen, rhythmischer Organisation und Ausnahmezustand.
Für Bernhardt ist diese Form des Materials vertrautes Terrain. In ihren Arbeiten für Theater, Hörspiel und elektroakustische Musik verwandelt sie seit vielen Jahren regelmäßig Geräusche in Dramaturgie, technische Abläufe in Atmosphäre und Störungen in musikalische Ereignisse. Ein Konzert also über jene Energie, die gewöhnlich erst auffällt, wenn sie fehlt.
