JAZZCLUB LEIPZIG LEIPZIGER JAZZTAGE

Sorvina

WERK 2

Preise

VVK: 24/19 €
AK: 29/24 €

Inspiriert von der Dynamik Schwarzer Musiktraditionen und ihrer eigenen Lebensreise, verbindet Sorvina Jazz Rap, Neo-Soul, Gospel und Alternative Hip-Hop. Ihre Songs erzählen von Selbstentdeckung, Queerness, Heilung und Lebensfreude, die getragen werden von einer Stimme, die unverkennbar ihre ganz eigene ist.

Es gibt diese Konzerte, die noch sehr lange nachwirken. Konzerte, bei denen eine Person auf der Bühne so viel Lebensfreude und Power ausstrahlt, dass man sich ganz aufgeladen fühlt und man für einen Moment glaubt, das eigene Leben müsse sich jetzt gleich verändern, man müsse mehr wagen, mehr fühlen, noch mehr rausholen. Und zwar nicht aus Unzufriedenheit, sondern allein durch die Inspiration des gerade Erlebten. Also im gänzlich positiven Sinne. Genau dieses Gefühl dürfte Sorvina schon bei vielen Menschen nach einem Konzertbesuch hinterlassen haben.

Die in New York geborene und heute in Berlin lebende Künstlerin verbindet Jazz Rap, Neo-Soul, Gospel und Alternative Hip-Hop zu einem Sound, in dessen Zentrum stets ihre Stimme steht. Mal kraftvoll und soulig, mal verletzlich und verspielt, stets getragen von einem ausgeprägten Gespür für Rhythmus und Sprache.

Ihre Songs erzählen von Selbstfindung, Queerness, Heilung und Freude und schöpfen dabei aus persönlichen Erfahrungen ebenso wie aus der musikalischen Dynamik Schwarzer Musiktraditionen. Sorvina verbindet komplexe Lyrics mit einer unmittelbaren Erzählweise. So entstehen Momente, die sehr persönlich und zugleich erstaunlich weit wirken. Man hört Sorvinas Geschichte und findet darin vielleicht die eigene wieder. Oder die eines Menschen, der einem am Herzen liegt.

Live entfaltet diese Mischung eine ansteckende Energie. Humor trifft auf Verletzlichkeit, Groove auf Reflexion, musikalische Präzision auf unmittelbare Spielfreude. Wer dabei nicht stillsitzen möchte, ist ausdrücklich eingeladen, diesem Sound mit dem ganzen Körper zu folgen. Sorvinas Konzert ist ein Ort zum Zuhören und Nachdenken, aber eben auch zum Tanzen. 

Mit einem neuen Leben geht man im Anschluss wahrscheinlich nicht nach Hause. Wohl aber mit der Energie, im eigenen wieder etwas in Bewegung bringen zu wollen.

  • Text: Jil Noack
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