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Luke Bergman: Solo Pedal Steel Guitar

Thomaskirche

Preise

VVK: 24/19 €
AK: 29/24 €

Mit der schwebenden, nicht selten auch schwermütigen Klangcharakteristik der Pedal Steel Guitar vermag Luke Bergman Geschichten zu erzählen, die bei seinem Leipzig-Debüt in der nächtlichen Atmosphäre der Thomaskirche auf einen einzigartigen Resonanzraum treffen.

»Sie ist meine Gesangsstimme«, hat der legendäre Musiker und Produzent Daniel Lanois mal über die Pedal Steel Guitar gesagt. Eine Metapher, klar. Doch zugleich weit mehr als das – kann man das Saiteninstrument, das vor gut 100 Jahren die Country-Musik der Vereinigten Staaten revolutionierte, mit seinem charakteristischen Vibrato und der fließenden Tonübergänge tatsächlich förmlich zum Singen bringen. 

Das weiß niemand besser als Luke Bergman: Den US-amerikanischen Multiinstrumentalisten kennen viele durch sein Wirken als Bassist, etwa im Bill Frisell Trio. Seine primäre Stimme, das wird er nicht müde zu betonen, sieht er jedoch in der Pedal Steel. Mit ihrer schwebenden, nicht selten auch schwermütigen Klangcharakteristik vermag er Geschichten zu erzählen, die bei seinem Leipzig-Debüt in der nächtlichen Atmosphäre der Thomaskirche auf einen einzigartigen Resonanzraum treffen.

Nachzuhören ist Bergmanns spielerische Finesse etwa auf seinem zuletzt erschienenen, mit Jason Burger und Martin Nevin aufgenommenen Trio-Album. Aller melodischen Zugänglichkeit zum Trotz greift er dabei nie zum allzu erwartbaren Ton. Stattdessen baut er immer wieder harmonische Wendungen mit ein, die auch beim wiederholten Hören zum Staunen verleiten.

Besonders in Stücken wie »Goodbye Pork Pie Hat« oder »Reflections in D« spiegelt sich Bergmans musikalische Durchlässigkeit: So verbinden sich darin die rhythmische Komplexität des Jazz mit der melodischen Reduktion populärer Americana-Musik. Doch auch die harmonische Vielfältigkeit der experimentellen Musik blitzt in seinem Spiel immer wieder auf. Damit erweist er sich als personifizierter Melting Pot moderner US-amerikanischer Sounds des 20. Jahrhunderts.

  • Text: Luca Glenzer
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