Jazz im Telegraph

Dem Jazzclub Leipzig e.V. fehlte bis vor einem knappen Jahr eine eigene Spielstätte. Bisher verhinderten der erhöhte organisatorische Aufwand und vor allem die damit verbundenen Kosten ein derartiges Engagement. In der Stadt gibt es zwar einige Clubs, die auch Jazzmusiker engagieren, jedoch keinen, der sich allein über Jazz definiert, und dies ohne jede kommerzielle Absicht. Ziel ist zum einen, der starken lokalen Jazzszene eine Heimspielstätte zu geben, zum anderen, die Attraktivität dieser Stadt für auswertige Künstler zu erhöhen. Gemeinsam mit Studenten der HMT, der HMT selbst und der Initiative Leipziger Jazzmusiker e.V. gründete der Jazzclub Leipzig die Jazzkooperative L.E.
Mit dem Keller des Café Telegraph war bald ein geeigneter Spielort gefunden, zentral gelegen und zu einer vertretbaren Miete. Die nötige Infrastruktur wie Barbetrieb und die technische Grundausstattung waren vorhanden. Der Jazzclub Leipzig sorgte für das nötige Equipment (Schlagzeug, Mikrofone, Monitore, Boxen und Mischpult). Durch die Kooperation mit der HMT konnte zudem ein Flügel der Marke Blüthner erworben werden. Seit April 2010 wurden wöchentlich an vier Tagen Jazzkonzerte angeboten; die gemeinsamen Veranstaltungen laufen unter dem Namen: Jazz im Telegraph. Neben den vom Jazzclub veranstalteten Konzerten präsentierte die HMT ihre Vortragsreihe „Stage Night“; auch die Initiative Leipziger Jazzmusiker e.V. ist mit eigenen Programmen vertreten. So kamen gleich im ersten Jahr über 80 Konzerte zustande, u. a. mit so renommierten Künstlern wie Julia Hülsmann, Wallace Roney, Chris Cheek und Richie Beirach. Aber auch beachtenswerte Nachwuchskünstler wie Yelena K, Jorinde Jelen und Pablo Held wurden vorgestellt.
Der Liveclub wird vor allem durch das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder des Vereins getragen. Die Programmgestaltung, das Booking, die Verteilung der Abenddienste und das Austragen der Flyer übernimmt eine Projektgruppe, die aus Mitgliedern des Vereins besteht, unter Ihnen viele Studenten der HMT. Ebenso kümmern sich Mitglieder des Vereins um die Technik und die Stimmung des Flügels. Die Finanzverwaltung, Gema und KSK-Anmeldung sowie die Öffentlichkeitsarbeit obliegen der Geschäftsstelle des Vereins.
Da wir als Mieter nicht an den Umsätzen des Barbetriebs beteiligt sind, können nur Eintrittsgelder als Gagen ausgezahlt werden. Zusätzliche Einnahmen werden durch regelmäßige Benefizkonzerte generiert.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Helfern, Förderen und Partnern, die dieses Projekt unterstützen.
Bookingkontakt ausschließlich über Sascha Stiehler und Robert Lucaciu.






