Line-up

PoLy-Mirrors / a re-performance of feminine diagonals

Gleitender Übergang in ein diagonales feminines Sein
Schauspiel Leipzig

Preise

PK 1
VVK*: 26/18 €
AK: 34/26 €
PK 2
VVK*: 23/16 €
AK: 30/23 €
PK 3
VVK*: 20/14€
AK: 26/20 €
PK 4
VVK*: 17/12 €
AK: 22/17 €
* Preise zzgl. Gebühren

Im Stück der Choreographin Naïma Mazic mit Kompositionen von Pianist Elias Stemeseder eröffnen Polyrhythmen, geteilt von Tänzer*innen und Musiker*innen neue Perspektiven.

Tanz und Musik führen eine vorbelastete Beziehung. Für lange Zeit hatte der tanzende Körper sich der Musik unterzuordnen. Das musikalische Werk war vom Ballett in Bewegung zu übersetzen. Die Choreographin Naïma Mazicsucht einen zeitgenössischen Ausweg aus diesem Einbahnstraßen-Verhältnis – und findet ihn für ihr Stück »PoLy mirrors« im Rhythmus. 

Lebewesen sind gut darin, Wiederholungen zu erkennen: die Abfolge der Jahreszeiten, den Puls der Straßenbahnen, das Ticken der Uhr, den eigenen Herzschlag. Unser Leben ist durchsetzt von verschiedenen Rhythmen. Seien sie sichtbar, hörbar oder spürbar. Gerade diese Vielschichtigkeit der Rhythmen nutzt Naïma Mazic als Ausgangspunkt für ihre Übersetzungen von Leben, Perspektive, Musik und Bewegung. 

Seit etlichen Jahren setzt sich Naïma Mazic mit „rhythmischen Kommunikationsformen von Tänzer*innen und Musiker*innen auseinander, um unter anderem eine zeitgenössische Beziehung zwischen Tanz und Jazz herzustellen“. Für »PoLy mirrors« geht sie dabei von verschiedenen polymetrischen Rhythmen aus, die sich verlängern und verkürzen lassen. Mit diesen Rhythmen können sowohl die Tänzer*innen als auch die Musiker*innen arbeiten. Laut der Choreographin geht es ihr um „neue, schräge, queere Perspektiven“. »PoLy mirrors« soll das Wahrnehmen eines „diagonalen femininen Seins“ ermöglichen. Konkret bedeutet das, dass Musik und Tanz eine Übersetzung des weiblichen Zyklus liefern, und zwar in Form von 28 Takten, den Verhältnissen von 7 Tagen und 4 Wochen. Darüber hinaus beschäftigt sich die Choreographie auf verschiedenen Ebenen mit der Idee der Spiegelung, die sich – wie der Rhythmus – sehen und hören lässt.

Die Musiker*innen Evi Filippou und Georg Vogel treffen in einem Bühnenbild von Lola Drubigny auf die Tänzer*innen Lucie Piot und Sami Similä. Vieles ist hier doppelt: 2 Musiker*innen, 2 Tänzer*innen, ein sich gegenübersitzendes Publikum und als zentrales Element des Bühnenbildes fungiert der Spiegel, der reflektiert – und verdoppelt. Das Publikum wird dazu aufgefordert, das eigene Wahrnehmen zu hinterfragen. Wo der Spiegel scheinbar nur sichtbar macht, was in ihn hineinfällt, eröffnet der Blick des Publikums verschiedene unsichtbare Dimensionen. 

Die Musik von Elias Stemeseder ist farbenreich und genauso vielschichtig. Mit Synthesizern, einem Cembalo und verschiedenen Tasteninstrumenten, sowie Vibraphon, Perkussion, Schlagzeug und den im Raum hängenden Spiegeln erschaffen die Musiker*innen ein interessantes Netz aus Klängen. Da-rüber hinaus finden die Akteur*innen ein dialogisches Prinzip in verschiedenen Formen der Improvisation. 

Ein Abend, der die eigene Wahrnehmung erweitern und herausfordern wird. Im besten Fall hören Sie Bewegungen neu und sehen das nächste Konzert mit anderen Augen. 

  • Text: Philip Frischkorn

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