Line-up

TRAINING feat. Işıl Karataş

Fit durch und mit Musik.
Training
Musikalische Komödie

Preise

PK 1
VVK*: 32/22 €
AK: 42/32 €
PK 2
VVK*: 29/20€
AK: 38/29 €
PK 3
VVK*: 26/18 €
AK: 34/26 €
PK 4
VVK*: 23/16 €
AK: 30/23 €
PK 5
VVK*: 20/14 €
AK: 26/20 €
* Preise zzgl. Gebühren

Größtmögliche musikalische Freiheit, Ekstase und Spiritualität. Zuvor: Filippou/Heuken/Tanrikulu.

Der Drummer Max Andrzejewski und der Saxofonist Johannes Schleiermacher gehören längst zu den Alten unter den Jungen der Berliner Jazzszene. Mit zahlreichen separaten wie auch gemeinsamen Projekten beweisen sie stets aufs Neue, dass Jazz immer dann am eindrücklichsten ist, wenn er gerade das repräsentiert, was es unmittelbar davor noch nicht gab. Routine ist ihnen fremd, mit jeder neuen Band stehen sie wieder ganz am Anfang. Andrzejewski feiert mit Expressway Sketches fröhlichen Surfjazz und fährt mit dem Duo Pranke die Noise-Krallen aus. Schleiermacher gehört zum Andromeda Mega Express Orchestra und testet mit dem Ensemble Onom Agemo & The Disco Jumpers die Grenzen zwischen Krautrock, Trance Jazz und verschiedenen Traditionen nordafrikanischer Musik aus, um nur einige Aktivitäten beim Namen zu nennen. In Andrzejewskis Band Hütte verneigten sie sich zuletzt gemeinsam vor dem britischen Song-Poeten Robert Wyatt.

Neuland zu betreten liegt also in der DNS der beiden Überzeugungstäter. So wundert es wenig, dass sie mit ihrer neuen Band TRAINING abermals ins Extreme gehen. Bei TRAINING geht es weniger um die Formulierung gemeinsamer Schnittmengen von Gegensätzen, sondern ums Ausleben von Kontrasten in ihrer ganzen poetischen Unvereinbarkeit und ihrer Vereinigung in turbulenten Bewusstseinsströmen. Die Idiome des Duos reichen von Minimal Music über eine Art digitaler Folklore bis hin zu ekstatischen Free Jazz-Ausbrüchen. Autechre meets Archie Shepp. Dabei beschränken sie sich nicht nur auf Holzblas- und Perkussionsinstrumente, sondern toben sich auch auf Synthesizern und Electronics aus. Die Ende 2020 erschienene Debüt-EP »*x EP« verrät eine Logik, die weniger den Gesetzmäßigkeiten musikalischer Stringenz folgt als der unvorhersehbaren und doch zwingenden Zufälligkeit des Alltags. Jede spielerische Situation ist der Erinnerung an einen konkreten Moment von wenigen Sekunden abgerungen. Die teils völlig unterschiedlichen Intentionen von Schleiermacher und Andrzejewski verschmelzen oft derart untrennbar ineinander, dass sich kaum noch klar erkennen lässt, auf wen welcher Impuls zurückgeht. 

Mit Deerhoof-Gitarrist John Diete- rich begeisterte TRAINING nicht nur das Publikum des Jazzfests Berlin, wo das Projekt 2020 gemeinsam mit Işıl Karataş uraufgeführt worden war, sondern in dieser Konstellation wird auch ein Album entstehen.

Auch in Leipzig tritt das symbiotische Duo mit der Videokünstlerin Işıl Karataş auf, die zudem wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien ist und eine der Leiterinnen der transdisziplinären Arbeitsgruppe Studio Audio Visual Research.Ihre ebenfalls auf zwei- bis fünfsekündigen Schnipseln beruhenden Videos konterkarieren die akustischen Kontraste der beiden Instrumentalisten und machen aus einer unvorherhörbaren Performance ein audiovisuelles Spektakel.

  • Text: Wolf Kampmann

Weitere Acts

Naïma Mazic & Haggai Cohen-Milo »of(f) rhythm«
Philippos Thönes
Alma Naidu & Band
Evi Filippou © Markus Lackinger.jpg Filippou / Heuken / Tanrikulu
KID BE KID »Lovely Genders«
Giocondo / Ramoser / Sberveglieri »Sugar«
Karch | Ní Bhriain | Rumsch | Wójcik »Celestially Light I«
Sonia Loenne »MOVING IN«
Hausmann / Paas / Wodni »(SK)IN – SIDE – OUT«
H. C. BEHRENDTSEN »Synkopen«
Karch | Rumsch »Celestially Light II«
I T O E »slip of success«
Bummelkasten
Tanasgol Sabbagh I Linda-Philomène Tsoungui »with the lights out, it’s less dangerous«
Nick Dunston »The Floor is Lava!«
MINIM feat. Sainkho
Jaga Jazzist
PoLy-Mirrors / a re-performance of feminine diagonals
Prozessor
Euregio Collective »FLOATING: Reflections On Water«
Sam Hylton

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