Line-up

Jakob Bro Trio

Eröffnung Leipziger Jazztage 2021
Musikalische Komödie

Preise

PK 1
VVK*: 32/22 €
AK: 42/32 €
PK 2
VVK*: 29/20€
AK: 38/29 €
PK 3
VVK*: 26/18 €
AK: 34/26 €
PK 4
VVK*: 23/16 €
AK: 30/23 €
PK 5
VVK*: 20/14 €
AK: 26/20 €
* Preise zzgl. Gebühren

“Die Musik möchte ihre eigene Richtung einschlagen. Unsere Aufgabe ist, ihr zu folgen”! Der dänische Gitarrist mit dem filigranen Spiel kommt wieder in die Stadt. Seine jüngste ECM-Veröffentlichung »Uma Elmo« sorgt gegenwärtig und wie ihre Vorgängerinnen für Aufsehen.

Im Sommer 2014 besuchte ich Jakob Bro in Kopenhagen. In meiner Jugend hatte ich die dänische Hauptstadt oft während des Jazzfestivals bereist. Ich war damals begeistert von der Art und Weise, wie die Musik über die ganze Stadt verteilt an vielen charmanten Orten präsentiert wurde und mit welcher Offenheit sie von einem breiten Publikum aufgenommen wurde. Jazz ist in Dänemark etwas Selbstverständliches und erhält auch vom Staat großzügige finanzielle Unterstützung. 

Jakob Bro lebte mit seiner damals schwangeren Frau in der Nähe des Hauptbahnhofs im Stadtteil Vesterbro. Die Einrichtung war stilvoll skandinavisch, Fotos an der Wand erzählten von seiner Geschichte: „Mein Vater hat eine Bigband geleitet, in der ich Trompete gespielt habe. Aber er war auch Musiklehrer, weshalb immer Schüler*innen bei uns zu Hause waren – es gab immer Musik bei uns“. Als Teenager entdeckte Bro Jimi Hendrix und mit ihm die Gitarre für sich, studierte dann an der Royal Danish Academy of Music, ebenso in Boston am Berklee College of Music und in New York an der New School.

Aufgefallen war mir Jakob Bro erstmals in der Band des Schlagzeugers Paul Motian, bei dessen Einspielung der CD »Garden of Eden« für ECM Records er 2006 mit im Studio war. Über diese Zeit sagte Bro selbst: „Paul war vermutlich mein wichtigster musikalischer Held. Seine Art, wie er mit Zeit und Melodienführung umging, aber auch, wie er seine Gruppe zusammenstellte, war eine große Inspiration für mein Trio“. 

Bro ist mit seiner Musik eins, ein ruhiger Zeitgenosse, der stimmungsvolle, atmosphärische und gleichzeitig sehr reduzierte Titel komponiert. Oft enthalten sie einen subtilen Ohrwurm: „In meiner Musik spiele ich viel um die Hauptmelodie eines Titels herum. Meine Komposition setzt den Rahmen für einen Song, aber innerhalb dieses Songs kann musikalisch so viel passieren, weil ständig eine neue Ebene hinzukommt, die das bisherige Vokabular erweitert. So gelangt man beim Spielen unbewusst an neue Orte.“ 

Deutlich wird das in einer frühen Trilogie, die er auf seinem Label Loveland veröffentlicht hat. Für diese drei Alben »Balladeering«, »Time« und »December Song« hatte er sich einen weiteren Gitarristen hinzugeholt: Bill Frisell. Ebenso begleitete ihn Lee Konitz und 2009 bei »Balladeering« auch Paul Motian.

2015 veröffentlichte Bro sein erstes Album bei ECM, das er mit Thomas Morgan und dem legendären Schlagzeuger Jon Christensen im Trio einspielte: „Die Form des Trios erlaubt es mir, mich ganz auf mein Gitarrenspiel zu konzentrieren“. Darauf folgten vier weitere ECM Alben. Dieses Jahr in Leipzig spielt Jakob Bro mit Larry Grenadier am Bass, der wiederum durch das Trio von Brad Mehldau bekannt wurde und zurzeit in Basel lehrt. Außerdem wird noch Joey Baron mit dabei sein, der einst mit Stan Getz, Art Pepper und Carmen McRae spielte und seitdem als wandlungsfähiger und einfühlsamer Schlagzeuger etliche Musiker*innen begleitete.

  • Text: Arne Reimer

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PoLy-Mirrors / a re-performance of feminine diagonals
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