Jazzclub Live: Reznichenko/Gropper/Haberl
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Olga Reznichenko, Andi Haberl und Philipp Gropper erschaffen weite Klangräume – mal pulsierend und eruptiv, mal hypnotisch und groovig. Kein Wunder bei einer Besetzung, die drei der profiliertesten Musiker:innen der europäischen Jazz- und Improvisationsszene auf die Bühne bringt.
Keytar, Trigger-Drums, Tenorsaxofon: Was zunächst als eher ungewöhnliche Besetzung im Jazz-Kontext anmutet, kann bei genauerer Betrachtung als implizite Reminiszenz an den Geist der großen Krautrock-Ära der 1970er-Jahre verstanden werden. Damals kulminierten die Energie klassischer Rockmusik mit der Experimentierlust des Free Jazz zu einem bis dato ungehörten Klangbild.
50 Jahre später setzt das Trio Reznichenko/Gropper/Haberl dort an, wo Bands wie Can, Embryo oder Neu! einst angefangen haben. Was sich auch darin spiegelt, dass ein zentraler Bandleader nicht auszumachen ist. Vielmehr lebt der offene Sound von der Wechselwirkung jener Ideen und Impulse, die sich die drei Musiker:innen auf reziproke Weise fortlaufend zuspielen.
So entstehen weite Klangräume – mal pulsierend und eruptiv, mal hypnotisch und groovig. Mit der Pianistin Olga Reznichenko, zuletzt ausgezeichnet mit dem SWR Jazzpreis und dem Deutschen Jazzpreis, Andi Haberl, Drummer von The Notwist – einer der einflussreichsten deutschen Indie-Bands der vergangenen Jahrzehnte – und Philipp Gropper, dessen Spiel laut Jazzthing einen „so ursprünglichen, so archaischen und dringlichen ‚Cry‘ “ besitzt, dass es „direkt die Seele berührt“, treffen drei der profiliertesten Musiker:innen der jüngeren europäischen Jazzszene aufeinander.


















