Jazzkalender #350

Let’s talk about Jazz…and the Return of »Summer«

Jazzkalender Juni
Jazzkalender Juni

»Summer Of ‘69«, »Summer Love«, »Summer Baby«, »Summer Sun«: Um ein Haar hätten mich kürzlich 30 Minuten Radioprogramm voller glitschig-klebriger Popmusik die sommerliche Vorfreude gekostet. Vielen Dank an dieser Stelle an MDR Jump, PSR, Hitradio RTL Sachsen & Co für ein, nun ja, eher fragwürdiges Hörvergnügen…

Nur gut, dass ich schließlich noch rechtzeitig den Absprung geschafft, respektive den Off-Button gefunden habe! Auf dem Weg zum ersten von hoffentlich noch vielen weiteren Seebesuchen in diesem Jahr – Hallo Cossi! – habe ich dann lieber auf meine private Musikbibliothek zurückgegriffen. Auch dort steht »Summer« aktuell wieder hoch im Kurs. Genauer: Johanna Summer!

Auch auf die Gefahr hin, das geradezu Offensichtliche ein weiteres Mal zu wiederholen, doch: Die in Leipzig ansässige Pianistin ist bereits seit einigen Jahren aus der vorderen Riege junger, aufregender Jazzmusikerinnen nicht mehr wegzudenken – und das nicht nur im nationalen wie internationalen, sondern auch in meinem ganz persönlichen Kosmos.

Egal ob Solo, in Trio- oder – wie zuletzt im vergangenen Jahr – in Duo-Besetzung: Summers Spiel ist von einer schlichten, poetischen Schönheit geprägt. Von der Breite ihres Schaffens kann man sich im Juni in der Messestadt gleich zwei Mal überzeugen lassen: Am 12.6. gastiert die Musikerin mit der Spielvereinigung Süd im Werk 2 und präsentiert einen standesgemäß opulenten Big-Band-Sound. Etwas reduzierter geht es zwei Wochen später – am 26.06. – zu, wenn Summer im Trio mit Tobias Fröhlich und Jan Einar Groh in unserer »Jazzclub Live«-Reihe in der naTo gastiert.

Wer nun eh schon zu Stift und Kalender gegriffen hat, kann sich auch gleich den 27.6. markieren: Dann nämlich werden Philipp Gropper und Andi Haberl an gleicher Stelle auf die kürzlich beim Deutschen Jazzpreis gleich zweifach prämierte Pianistin Olga Reznichenko treffen. Wie das klingen wird, steht in den Sternen – denn eine Veröffentlichung des Trios gibt es bis dato nicht. Doch die Besetzung mit Keytar, Trigger-Drums und Tenorsaxofon deutet bereits an, dass der klassische Jazz-Kosmos zugunsten krautig-sphärischer Sounds verlassen werden könnte…

Alle weiteren Tipps und Termine findet ihr wie immer auf den kommenden Seiten. Eine frohe Lektüre und schönen »Summer«!

Bis bald,

Luca

Jazzkalender-Redaktion

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