Programm

Film

Chopin. Ich fürchte mich nicht vor der Dunkelheit

Chopin ©Historia Trzech Fortepianow
Chopin ©Historia Trzech Fortepianow
Polnisches Institut

Preise

Kooperation mit dem Polnischen Institut Leipzig – Kann Musik verbinden, was Kriege zerrissen haben? Können Töne zusammenbringen, was Bomben spalteten? Kann man mit 88 Tasten dort etwas aufbauen, wo alles zerstört wurde? Diese Fragen stellen sich und den Zuschauer*innen drei Musiker an Orten, die von Kriegen zernarbt sind, auf ihre Weise: musizierend.

HINWEIS: Datum der Veranstaltung ist in Printprodukten (Leporello, Programmheft) leider falsch abgedruckt. Richtig ist, dass der Film am 19.Oktober um 21 Uhr gezeigt wird.

Einer davon stellte 2012 bei den 36. Leipziger Jazztagen gemeinsam mit dem türkisch-israelischen Perkussionisten Zohar Fresco die Verbindung zu arabischen und asiatischen Klangkulturen her: der polnische Jazz-Pianist Leszek Możdżer. In einer kleinen Ortschaft im polnischen Masuren schöpft er seine Inspiration aus dem Kontakt zur Natur. Er fährt Boot, geht barfuß durch den Wald, philosophiert über Musik. Und mitten in diesem Idyll plant er ein Konzert im deutschen NS-Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau, wo heute Menschen aus aller Welt zusammenkommen, um aus der Vergangenheit zu lernen. Es ist ein Ort, der ungeheure Emotionen weckt. Możdżer will Licht an diesen Ort bringen.

Der koreanische Pianist Won Jae-Yeon spielt an der Grenze zu Nordkorea, genau in der Mitte der Seung-il-gyo-Brücke, die eine starke Symbolkraft hat. Sie wurde zur Hälfte von Nord- und zur Hälfte von Südkorea errichtet. Der Flügel steht in der Mitte der Brücke. Im Publikum sitzen Familien, die der Krieg auseinandergerissen hat, und Menschen, denen es gelungen ist, aus der Hölle Nordkoreas zu fliehen. 

Fares Marek Basmadji konzertiert im Stadtzentrum von Beirut. In den Adern des in Aleppo geborenen syrischen Emigranten, der derzeit in England lebt, fließt auch polnisches Blut. Das Konzert ist für ihn von großer symbolischer und emotionaler Bedeutung, denn es stellt auch den Versuch dar, mit der eigenen Vergangenheit – seiner Flucht – zurecht zu kommen. Sein Publikum sind ebenfalls geflüchtete Menschen.

Veranstalter: Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig in Kooperation mit der Neuen Leipziger Chopin-Gesellschaft e.V. und dem Jazzclub Leipzig e.V. / die Produktion des Films wurde kofinanziert von der Polnischen Nationalstiftung Polska Fundacja Narodowa. 

Eintritt frei, Spenden erbeten

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