Line-up

Tanasgol Sabbagh I Linda-Philomène Tsoungui »with the lights out, it’s less dangerous«

Spokenword und Drums
Linda-Philomène Tsoungui
Schauspiel Leipzig

Preise

PK 1
VVK*: 26/18 €
AK: 34/26 €
PK 2
VVK*: 23/16 €
AK: 30/23 €
PK 3
VVK*: 20/14 €
AK: 26/20 €
PK 4
VVK*: 17/12 €
AK: 22/17 €
* Preise zzgl. Gebühren

Über das Verhältnis von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit innerhalb der Gesellschaft.

Gewaltige Wörter werden durch den kalten Raum getragen, flattern warm an den Wänden vorbei und knallen mit einer Wucht auf uns ein, die uns erschauern lässt, wenn wir dem Gedicht »Du musst in einem Februar frieren« als Spokenword-Performance von Tanasgol Sabbagh lauschen. Die Slampoetin findet eine Sprache, die den Opfern erinnert, die bei dem rassistisch motivierten Anschlag in Hanau ermordet wurden. Dabei begegnet ihr die Schlagzeugerin Linda-Philomène Tsoungui, die musikalisch eindrücklich auf ihr Gedicht reagiert. Ein provokant ehrliches und bitteres Erinnern, das unter die Haut geht; eine anspruchsvolle und überwältigende erste künstlerische Begegnung im Februar dieses Jahres.

Die Spokenword-Lyrikerin Tanasgol Sabbagh ist seit über zehn Jahren auf diversen Bühnen in Deutschland zu sehen. In Ihren Texten spiegelt sie eigene Erfahrungen wider und transformiert diese auf eine politische, gesellschaftskritische Ebene. Sie ist zudem Gründungsmitglied des Künstler*innenkollektivs parallelgesellschaft sowie der gleichnamigen Veranstaltungsreihe in Berlin und engagiert sich mit Schreibworkshops für literarische Nachwuchsförderung. 

Ausgebildet an der HfMT München und der Popakademie Mannheim weist Schlagzeugerin Linda-Philomène Tsoungui mit ihren gerade einmal 27 Jahren eine ebenso beeindruckende Liste an Referenzen vor. Die soundimprovisationsfreudige Musikerin spannt den Bogen über diverse Genres von Hip Hop, Pop und Afrobeat bis hin zu Elektro, Jazz und Avantgarde. Stetig sich selbst und ihr Instrument neu erfindend, schafft sie es so, mit immer neuen rhythmischen Konzepten an die Grenzen des Möglichen zu gehen und ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen. 

Bei den diesjährigen Leipziger Jazztagen treffen die beiden Künstlerinnen erneut aufeinander. Mit »with the lights out, it’s less dangerous« verhandeln sie das Verhältnis von politischer Verantwortung, den künstlerischen Ausdruck marginalisierter Menschen zu repräsentieren sowie einer Gefahr der Vereinnahmung der Personen und deren Stimmen durch Institutionen. Die Schnittstelle zwischen dem Körper als Mittel zum Selbstausdruck und zugleich als Angriffsfläche wird dabei neu ausgelotet. Diese Zweischneidigkeit erfolgt mit drumunterlegten Texten genauso wie mit textunterlegten Drums im Wechselspiel von Harmonie und Dissonanz – sowohl im Raum ihrer Selbst als auch im Austausch mit den Zuhörer*innen. 

Aufwühlen lassen und Stimmen weitertragen! 

Tanasgol Sabbagh © Sergen Yener
  • Text: Hedda Zakrzewski

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