Line-up

Nick Dunston »The Floor is Lava!«

Kollektiv der Bässe
© Cristina Marx/Photomusix
UT Connewitz

Preise

VVK: 17/12 € zzgl. Gebühr
AK: 22/17 €

Fünf Kontrabassist*innen in neuer Konstellation erforschen gemeinsam Ideen von Resonanz und Akustik.

„Ich bin Nick Dunston. Attached is my submission for Leipziger Jazztage’s open call”. Das ist er; der erste Satz in unserem andauernden Gespräch mit dem aus New York stammenden Musiker, der inzwischen in Berlin lebt und auf der 45. Festivalausgabe mit gleich zwei seiner Projekte vertreten ist. Mit beiden hatte er sich auf unser Experiment – eine öffentliche Ausschreibung unter dem diesjährigen Festivalmotto – beworben. Seinen erst 2020 und inmitten der Pandemie erfolgten Umzug nach Berlin beschreibt Dunston in einem Interview mit Jazz Right Now als „eine der beängstigendsten und besten Entscheidungen, die ich je für mich getroffen habe“.  Weiter heißt es an gleicher Stelle von ihm und in Bezug auf seine ersten Erfahrungen in und mit der Musiker*innen-Szene der Hauptstadt: „Ich erlebe natürlich nur einen kleinen Prozentsatz dessen, was ich normalerweise ohne eine Pandemie erleben würde, aber so ziemlich sofort, seit ich hier angekommen bin, hat es mich umgehauen“.

Die Beschreibungen seiner Projekte, die einerseits ein direktes Andocken und Ankommen in neuen räumlichen wie musikalischen Szenen zum Ausdruck bringen und zugleich einen inhärenten Ansatz zum gemeinsamen Weiterdenken und Entdecken in sich tragen und formulieren, haben uns neugierig gemacht! 2019 war der Kontrabassist von Roulette Intermedium mit dem Van Lier Stipendium gefördert worden. Die in Brooklyn ansässige Organisation stellt bereits seit Mitte der 70er-Jahre Künstler*innen Raum und Ressourcen für die Verwirklichung „neuer und abenteuerlicher“ Werke zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund wurden zwei Stücke Dunstons uraufgeführt, darunter auch »The Floor is Lava!«. Ein kompositorisches Konzept für mindestens fünf Kontrabässe. Ebenso wie Treiben und Getrieben werden für das namensgebende aus der Erdoberfläche hervorgebrochene, glühende und scheinbar nie stillstehende Magma unabdingbar sind, ist die Bewegung, das Sich-in-Arbeit-befinden essenziell für Dunstons in neuer personeller Konstellation zur Aufführung kommende Projekt in Leipzig. Alle beteiligten Bassist*innen werden auf Grundlage von Dunstons Material Raum zu individueller musikalischer Entfaltung bekommen und zugleich die Möglichkeit haben, im Kollektiv der Bässe an der minutiösen Erforschung der Resonanz und Akustik ihrer Instrumente mitzuwirken. Am Morgen des Konzerts werden Tino Ribeiro, Marco Stagni, James Banner, Lisa Hoppe und Nick Dunston im UT Connewitz erstmals aufeinandertreffen und einander kennenlernen, über ihr Instrument und das gemeinsame Sichannähern in der Musik ins Gespräch kommen und gewissermaßen jenen Austausch fortführen, der für uns an einem Tag Mitte April 2021 mit einer E-Mail von Nick begonnen hat.

  • Text: Esther Weickel

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