Mittwoch, 21.02.2018
20:30 Uhr
UT Connewitz
Jazzclub Live: Philipp Rumsch Ensemble Denovali-Record-Release mit Orson Hentschel

Jazzclub Live: Philipp Rumsch Ensemble Denovali-Record-Release mit Orson Hentschel

TIPP

 

Nach der Solo-EP erscheint nun also das Album mit der ganzen Band – und zwar wieder bei Denovali, dem Spezialistenlabel zwischen Avantgarde, Jazz und Indie-Pop aus Bochum. Und wer jetzt denkt: „Denovali, Denovali – war da nicht mal was im UT?“ Ja, unsere MusikZeit im Frühjahr 2015! Und nun also, knapp zwei Jahre später eine Art Rückkehr für das Label, diesmal mit zwei Acts.

 

Philipp Rumsch (*1994) zählt sicher zu den interessantesten Leipziger Musikern, gerade auch, weil er sich ganz selbstverständlich von einem Genre zum anderen hangelt ohne sich dabei zwischen die Stühle zu setzen. Man kennt ihn aus Jazz-Formationen des HMT-Umfeldes, aber auch von seinem neuen Projekt mit Arpen und Jörg Wähner alias Shramm (das wir im April zur MusikZeit präsentieren werden).

 

Und auch sein Ensemble entzieht sich vergnügt der Kategorisierung. Mit so unterschiedlichen Vätern im Geiste wie Erik Satie, Steve Reich, Brian Eno und Aphex Twin wagen sich Rumsch und seine elf MitstreiterInnen an einen Umkehrprozess: Sie überführen die Tonsprache elektronisch-digitaler Musik, also die Nachbildung „realer“ Klänge durch maschinelle Abstraktiont, zurück in analoge Sphären, legen sie wieder in die Hände von echten Menschen.

 

Besetzung

Erik Leuthäuser (voc, fx), Vincent Hahn (tp, flh), Antonia Hausmann (tb), Matti Oehl (as), Johannes Moritz (bcl, cl), Franziska Ludwig (vc), Volker Heuken (vib), Markus Rom (g), Paul Brauner (kb), Philipp Rohmer (b), Maximilian Stadtfeld (dr), Philipp Rumsch (p, elec, comp)

 

Als Vorband fürs Release-Konzert zum ersten Album des Ensembles schickt uns Denovali Orson Hentschel, wie Rumsch klassischer Pianist mit elektronisch-experimentellen Interessen. Der Düsseldorfer hat sich zuletzt etwas von der klassischen Minimal Music in Richtung Massive Attack, Portishead und Björk gelöst, Melodien in den Vordergrund geholt und Samples von Synthesizern verdrängen lassen. Unser Tipp des Monats.

 

VVK 14/10 Euro, AK 18/12/10 Euro

Dienstag, 27.02.2018
20:30 Uhr
Liveclub Telegraph
Jazzclub Live: HMT Stage Night

Jazzclub Live: HMT Stage Night

Konzert mit dem Stephan Deller Trio plus offene Session • Eintritt frei

Mittwoch, 07.03.2018
20:30 Uhr
Liveclub Telegraph
Jazzclub Live: 2gegen3 »Liquid«

Jazzclub Live: 2gegen3 »Liquid«

TIPP

 

Jule Roßberg (voc), Sonja Beet (tb), Lennart Jahn (p, comp), Fabian Misch (kb, b, comp), Leon Saleh (dr)

 

Zerwürfnisse und Zwiste – nee: Zwists, nee doch: Zwiste – gibt es in so vielen Bands, dass nicht nur Noel und Liam ein Lied davon singen können, sondern der Bruch eigentlich schon in der Idee einer Band innewohnt. Da ist es doch ein gutes Zeichen, sich gleich von Anfang an »2 gegen 3« zu nennen. Dann sind die Vorzeichen schon mal klar.

 

Denkste. Denn das junge Leipziger Quintett bezieht den eigenen Bandnamen weniger auf seine Mitglieder als auf seine Spielweise: 3 Teile eigene Kompositionen und 2 Teile musikalische Inspirationen, 3 Teile festes Arrangement und 2 Teile freies Spiel. Und „gegen“ heißt dann eben manchmal auch miteinander, übereinander oder durcheinander. Gespielt von 3 Blonden und 2 Braunhaarigen, 3 Jungs und 2 Mädels – die nichts gegeneinander haben.

Freitag, 09.03.2018
20:30 Uhr
die naTo
Flashback #20 Count meets Ella and the Duke

Flashback #20 Count meets Ella and the Duke

TIPP

 

Night Time Jazz Orchestra (Leitung: Senatsian Haas), Maike Lindemann (voc)

 

Gleich drei Jazzlegenden in nur einem einzigen Flashback-Konzert? Und dann auch noch zwei Bigbands darunter? Ist doch nicht möglich! Doch, das eigens formierte Night Time Jazz Orchestra (unter der Leitung von Sebastian Haas) und Gastsängerin Maike Lindemann machen’s möglich: Sie knüpfen an das 1961er Album »First Time! The Count Meets the Duke« sowie das zwei Jahre jüngere »Ella and Basie!« an. Ersteres brachte seinerzeit die Orchester von Count Basie und Duke Ellington zusammen, d.h. Basies von Blues und Swing geprägte Arrangements und Ellingtons ästhetisch geprägte Musik. Mit Ella Fitzgerald hatte das Count Basie Orchestra seit Mitte der 50er immer wieder bis zu Basies Tod im Jahr 1984 zusammengearbeitet. Schön, dass die naTo das Konzert als Mitveranstalter unterstützt!

Freitag, 23.03.2018
20:30 Uhr
Liveclub Telegraph
Jazzclub Live: Lea W. Frey & Band »Plateaus«

Jazzclub Live: Lea W. Frey & Band »Plateaus«

TIPP

 

„Lea W. Freys Musik hat ein hohes Suchtpotenzial“ schreibt die Süddeutsche, und Jazz thing packt (mit doppelter Verneinung!) noch einen drauf: „Live hat man keine Chance, von diesem magischen Klanguniversum nicht aufgesogen zu werden.” Nach eigenwilligen Interpretationen von Kate Bush, Joy Division und anderen hat die Berliner vier-Oktaven-Sängerin nun ihr neues, bei Yellowbird/Enja erschienenes Album mit eigenen Songs im Gepäck, eingespielt mit einer illustren Runde der Hauptstadt-Szene aufgenommen: Liz Kosack aus New York am Synthesizer, Andi Haberl (The Notwist) an Schlagzeug und Drum-Machine sowie die Brüder Bernhard (Bass) und Peter Meyer (Gitarre, beide Melt Trio). Genau in dieser Besetzung kommt das Quintett auch in den Telegraph. Vielseitige Klangwelten und eine Stimme, die den Stücken Anmut und Weite verleiht, entstehen in den selbst komponierten Songs von Lea W. Frey über Gentrifizierung, Klimawandel und die Liebe. Für Freunde und Freundinnen von Sigur Rós und Björk, von Jazz, Noise-Pop, Krautrock und Elektronik.

 

Lea W. Frey (voc), Liz Kosack (synth), Peter Meyer (g), Bernhard (b), Andi Haberl (dr)

 

Präsentiert vom Intro-Magazin.

Donnerstag, 29.03.2018
20:30 Uhr
Liveclub Telegraph
Jazzclub Live: Flashback #21 Oscar Peterson »Easter Suite«

Jazzclub Live: Flashback #21 Oscar Peterson »Easter Suite«

Wenn einer „Maharadscha der Tasten“ genannt wird, ist das ja grundsätzlich schon mal was. Wenn er aber von Duke Ellington so genannt wird (oder Sie die Überschrift gelesen haben), wissen Sie: Wir reden von keinem Geringeren als Oscar Peterson. Also jenem kanadischen Pianisten und Komponisten, der ab Mitte der 50er mit den ganz, ganz Großen spielte (u.a. Ella Fitzgerald, Billie Holiday, Louis Armstrong, Lester Young, Count Basie, Charlie Parker, Quincy Jones, Stan Getz, Coleman Hawkins, Dizzy Gillespie, aber lassen wir das, die Liste ist ellenlang). In den 60er und 70ern spielte er mit seinem Trio legendäre Alben wie »Night Train« ein. Sieben Grammys gewann Peterson insgesamt.

In der Zeit, als er in einer eigenen Fernsehshow Sessions mit bekannten Jazzmusikern spielte, schrieb Peterson für den BBC eine Vertonung der Leidensgeschichte Jesu in neun Sätzen, die »Easter Suite« . Sie gilt als sein wenig bekanntes Meisterwerk, da sie lange Zeit nur ein einziges Mal aufgeführt wurde. Die junge Leipziger Pianistin Olga Reznichenko wird genau tun, am Gründonnerstag mit Carl Wittig (Kontrabass) und Jan Roth (Schlagzeug). Vibraphonist Volker Heuken wird das Trio in weiteren Stücken erweitern.

Freitag, 13.04.2018
20:30 Uhr
UT Connewitz
MusikZeit 2018: GoGo Penguin »A Humdrum Star Live«

MusikZeit 2018: GoGo Penguin »A Humdrum Star Live«

Mit GoGo Penguin aus Manchester holt der Jazzclub Leipzig einen der spannendsten Acts der jungen Jazzszene Großbritanniens nach Leipzig. Das klassisch besetzte Jazz-Klaviertrio verbindet analoge Sounds mit Electronica-Spielarten, Minimal Music mit ansteckenden Melodien und treibenden Break-Beats. Zwischen Jazz, Trip-Hop und Indie-Rock springt die Band hin und wieder sogar zur Klassik – und kreiert dabei einen ganz eigenen Indie-Jazz-Stil, der an so unterschiedliche Künstler wie Massive Attack, Brian Eno und Claude Debussy anzuknüpfen scheint. Chris Illingworth (Piano), Nick Blacka (Kontrabass) und Rob Turner (Schlagzeug) komponieren und improvisieren stets als Einheit, es gibt keinen Frontmann in der Band, die seit 2015 beim renommierten Label Blue Note Records unter Vertrag steht.

 

Tickets für 23 EUR zzgl. Geb. bei culton.de

 

Präsentiert von Jazz thing, Groove, Kulturnews, hhv.de und ASK HELMUT.

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