Indie-Jazz

Wenn wir heute im Pressetext beinahe jeder jüngeren Jazz-Formation lesen, dass sie von Radiohead beeinflusst ist, dann zeugt das davon, dass junge MusikerInnen in ihre Jazz-Kompositionen und -Improvisationen Einflüsse aus Indie-, d.h. anspruchsvoller alternativer Pop-Musik integrieren. Und wenn wir „andererseits“ Indie-Bands wie The Notwist oder eben Radiohead sehen, dann ist auch dort, insbesondere im Live-Konzert, eindrücklich zu erleben, mit wie viel Kunstfertigkeit aber auch mit wie viel Ekstase über eventuelle Grenzen von Pop, Rock und Jazz hinweggespielt werden kann.

Deshalb präsentierten wir zur 27. MusikZeit im April 2018 KünstlerInnen, die die Genregrenze zwischen Jazz und alternativer Popmusik in Frage stellen, sie überwinden und sprengen – oder schlicht die Existenz eben dieser Grenze bestreiten.

Zum Auftakt spielte im restlos ausverkauften UT Connewitz das englische Klaviertrio der Stunde: GoGo Penguin mit Support-Act Jens Kuross. Am zweiten Festivaltag flatterte ein transatlantisches Gitarrentrio mit mitteldeutschen Wurzeln durch die naTo: Trio Schmetterling. ZUm Festivalabschluss kehrten wir mit dem Dresdner Experimentalduo ÄTNA und Fhlaipw, dem nagelneuen Projekt von Philipp Rumsch und Arpen, noch einmal zurück ins UT Connewitz.

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