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Mittwoch,
26.06.2019
Kategorie:
Leipziger Jazztage
John McLaughlin

John McLaughlin

John McLaughlin And The 4th Dimension am 19. Oktober im Opernhaus

John McLaughlin gilt als einer der wichtigsten und bekanntesten Jazzgitarristen seit den frühen 70er-Jahren. Geboren 1942 in England und aufgewachsen in einer Musikerfamilie, nahm er schon als Kind Klavier- und Gitarrenunterricht. Ende der 50er-Jahre begann er aufzutreten und spielte mit u.a. Jack Bruce, Ginger Baker, Eric Clapton, David Bowie und Mick Jagger. Zusammen mit dem Saxophonisten John Surman und dem Bassisten Dave Holland folgte der anfänglichen Blues- eine Free Jazz-Phase McLaughlins. Mit Surman nahm er 1969 in London seine erste eigene LP »Extrapolation« auf, bevor er es Dave Holland gleichtat und in die USA übersiedelte, wo er sich dem Miles-Davis-Schlagzeuger Tony Williams anschloss und mit diesem mehrere Platten aufnahm. Es folgten Aufnahmen mit Wayne Shorter, Jimi Hendrix und Miroslav Vitous, bis McLaughlin wieder auf Dave Holland, aber vor allem auf Miles Davis traf: an dessen richtungsweisenden Alben »In A Silent Way«, »Bitches Brew«, »Jack Johnson« und »Live Evil« wirkte er mit, später nannte ihn Davis schwärmend „the Killer“. 

Sein internationaler Ruf als Ausnahmegitarrist wurde spätestens mit der Gründung des Mahavishnu Orchestra (nach einem Ausflug in die Welt des Hinduismus, verbunden mit Studien bei Guru Sri Chinmoy, nannte er sich Mahavishnu), dessen Leader er war, gefestigt. Seine Musik wurde auf weltweiten Tourneen und Festivals gefeiert und prägte den Fusion-Sound entscheidend mit. Der Höhepunkt dieser Zeit war das Album »Love, Devotion, Surrender«, auf dem McLaughlin eine zweihälsige Gitarre spielte. 1981 folgte dann der große kommerzielle Durchbruch: »Friday Night In San Francisco« verkaufte sich über zwei Millionen mal und gilt als das bedeutendste Flamenco-Gitarren-Album. Auch die weiteren Alben in Zusammenarbeit mit Paco de Lucia und Al di Meola wurden ein voller Erfolg.

Bis heute hat sich die über 70-jährige Legende kaum eine Auszeit gegönnt und seine Fähigkeiten  über die Jahre hinweg perfektioniert. Sein jüngstes Projekt ist John McLaughlin & the 4th Dimension, welches er zusammen mit den Musikern Gary Husband, Ranjit Barot und Etienne M’Bappe gründete. Aus dieser Zusammenarbeit resultieren die Studioveröffentlichungen »To The One« (2010), »Now Here This« (2012) und »Black Light« (2015) sowie Liveveröffentlichungen wie »Live@Belgrade« (DVD, 2009) und »The Boston Record« (2014). Husband, ein erstaunlicher Multiinstrumentalist, der indische Filmkomponist und Ausnahme-Schlagzeuger Barot und M'Bappe, der als einer der besten Bassisten gilt, stehen dem „Killer“ in Sachen Musikalität und Perfektion in nichts nach. Die Band ist das Ergebnis von McLaughlins jahrelanger Zusammenarbeit mit verschiedenen Musikern aus unterschiedlichen Kulturen und musikalischen Traditionen. Die Musik dieser Gruppe integriert auf einzigartige Weise all diese kulturellen Einflüsse von klassischer indischer Musik, Flamenco und Blues, bewahrt sich gleichzeitig die Spontaneität des Jazz und den erdigen Sound der Rockmusik – und verschmilzt alles zu einem faszinierenden und sehr persönlichen Fusion-Klang. Kreativ, energiegeladen, mit gewohnt grandioser Rhythmik und Melodik, treffen die vier Musiker immer den richtigen Ton und dank der großen Virtuosität und einzigartigen Improvisationen gleicht kein Konzert dem anderen.

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