Dienstag, 21.08.2018
20:00 Uhr
Täubchenthal

Josh T. Pearson »The Straight Hits!«

„Straighte“ Rückkehr mit neuem Album nach sieben Jahren Bühnenabstinenz: Eingängige Hits, geniale Schlüpfer und eine unverkennbare Stimme auf Deutschlandtour

Donnerstag, 23.08.2018
18:30 Uhr
Saalfelden (Österreich)

39. Internationales Jazzfestival Saalfelden (23.-26.8.)

TIPP

 

Die Saalach fließt weiterhin durch die einladende Landschaft des Pinzgaus. In dessen Zentrum, dem Festivalort Saalfelden, kann im August jedoch manch Neues entdeckt werden. Unter dem Motto »Begegnungen« ist beim Zusammentreffen der internationalen Jazzszene einiges Hörenswerte fernab aller Routinen mit bemerkenswerter Frauenpower und viel US-amerikanischem zu erleben.

 

Zu den Highlights ist dabei Multi-Instrumentalist Joe McPhee zu zählen, der als Pionier des Free Jazz mit erweiterten Spieltechniken nuanciertes Klangbewusstsein demonstriert. Jazzrockiges bietet der finnisch-amerikanische Fusiongitarrist Raoul Björkenheim. Klassikgeiger Théo Ceccaldi entwirft im Sextett exaltige Post-Punk-Farben. Mit ereignishafter Stimme brilliert Jelena Kuljic im provokativ-liebenswerten Gestus in der zappaesken All-Star-Band Kuu. Trompeterin Scheila Maurice-Grey bewegt sich mit Kokoroko in funkigem Afrobeat. Das spektakuläre Schweizer Trio Schnellertollermeier ist in unerhörter Weise zugleich dissonant harmonisch und polyrhythmisch aggressiv, punktuell präzis und reuelos verspielt, subtil meditativ und rotzig explosiv. Von den Absinthglas-Skulpturen Picassos inspiriert, begibt sich Cellist Erik Friedlander gemeinsam mit Uri Caine auf eine poetisch-rauschhafte Reise voller Stilbrüche. Elliott Sharp und Helene Breschand an Harfe plus Gesang improvisieren lustvoll avantgardistisch in stilistisch uneingegrenzten Räumen. Marc Ribot spiegelt in einer Europapremiere seines Projektes »Songs of Resistance« Widerständiges aus der Vergangenheit an der aktuellen US-Wirklichkeit, während Nicole Mitchells »Mandorla Awakening II« in Text und Musik mit ethnisch grundierten Elementen aus Rock, Blues, Soul und Rap von den Herrschaftsmechanismen der gegenwärtigen US-Gesellschaft erzählt.

Freitag, 24.08.2018
20:00 Uhr
Kunstkraftwerk

Stephan König »Bilder einer Ausstellung – The Jazz-Version«

Stephan König (p, arr), Reiko Brockelt (sax), Thomas Stahr (b), Wieland Götze (dr), Devon Miles, (video) • auch am 26.8. um 15 Uhr

Sonntag, 26.08.2018
15:00 Uhr
Kunstkraftwerk

Stephan König »Bilder einer Ausstellung – The Jazz-Version«

Stephan König (p, arr), Reiko Brockelt (sax), Thomas Stahr (b), Wieland Götze (dr), Devon Miles, (video) • auch am 24.8. um 20 Uhr

20:00 Uhr
Kulturnhalle

Nirmaan

„Hindirock" aus Indien/Frankreich mit elektrischen Tönen und meditativen Melodien

Donnerstag, 30.08.2018
20:00 Uhr
Junge Garde (Dresden)

Element of Crime

Sven Regener und seine Mannen blasen der guten Sommerlaune den Trübsinn vergnügt ins Gesicht • Vorband: Das Paradies!

Freitag, 31.08.2018
19:30 Uhr
GeyserHaus

Pohlmann & Tex

Stimmungsvoller Singer/Songwriter-Abend, an dem jeweils einer spielt, während der andere im Hintergrund auf einem Sofa sitzt und lauscht

20:00 Uhr
Gewandhaus, Großer Saal

Großes Concert, Sean Sheperd »Express Abstractionism«

Europäische Erstaufführung von Schostakowitschs »1. Konzert für Violoncello und Orchester Es-Dur op. 107« sowie Werke von Leonard Bernstein und Béla Bartók • Yo Yo Ma (voc), Gewandhausorchester, (Dirigent: Andris Nelsons)

20:00 Uhr
Peißnitzinsel (Halle/S.)

Element of Crime

Sven Regener und seine Mannen blasen der guten Sommerlaune den Trübsinn vergnügt ins Gesicht • Vorband: Das Paradies!

Donnerstag, 06.09.2018
20:30 Uhr
die naTo
Jazzclub Live: Johannes Bigge Trio »Imago«-Record-Release

Jazzclub Live: Johannes Bigge Trio »Imago«-Record-Release

TIPP

 

Mit »Imago« veröffentlicht das Johannes Bigge sein zweites Trio-Album bei NWOG-Records, dem Label von Nils Wogram. Gleichermaßen von Jazz, Pop und Klassik beeinflusst, verhandeln Johannes Bigge, Athina Kontou und Moritz Baumgärtner in jedem Stück die Gewichtung des Bandgefüges neu. Ihre Musik steckt dabei voller Dynamik, Emotion und überraschender Stimmungswechsel. So sind die Kompositionen gleichermaßen komplex und einfach, inbrünstig und sachlich, verstiegen und leicht zugänglich, klar strukturiert und doch voller verschlüsselter Bilder. Das Trio spielt geschickt mit Widersprüchen – genau das Richtige zum Jazzclub-Live-Saisonauftakt!

 

Johannes Bigge (p), Athina Kontou (kb), Moritz Baumgärtner (dr)

 

VVK 12/8 Euro zzgl. Geb. (AK 14/10 Euro)

 

johannesbiggetrio.com

Donnerstag, 20.09.2018
20:30 Uhr
Liveclub Telegraph
Jazzclub Live: Flashback #24 Dexter Gordon »Clubhouse«

Jazzclub Live: Flashback #24 Dexter Gordon »Clubhouse«

TIPP

 

In diesem Jahr wäre Dexter Gordon 95 Jahre alt geworden – höchste Zeit, um der Tenorsax-Hard-Bop-Ikone Tribut zu zollen! Und was kann dafür der bessere Ort sein als die Flashback-Klassikerreihe des Jazzclub Leipzig? Eben! Also hat der junge Saxophonist Tim Griesbach ein illustres Leipziger Quintett formiert, das mit großer Spielfreude neben Gordons Originals eine 2018er Interpretation seines Albums »Clubhouse« zum klingen bringen wird. Happy Birthday, Long Tall Dex!

 

Besetzung: Tim Griesbach (ts), Martin Auer (tp), Matthias Bätzel (p), Matthias "Matze" Eichhorn (kb), Heiko Jung (dr)

 

VVK 12/8 Euro zzgl. Geb. (AK 14/10 Euro)

Donnerstag, 11.10.2018
20:00 Uhr
diverse Orte in Leipzig
42. Leipziger Jazztage »Fish and Chips«

42. Leipziger Jazztage »Fish and Chips«

Die Jazztage reichen in diesem Jahr »Fish and Chips«. Unter der Schirmherrschaft von Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung bringt das Festival an 10 Tagen und 10 Spielorten weit über 100 internationale MusikerInnen zusammen auf die Bühne, die sich nicht nur dem musikalischen Erbe Großbritanniens, sondern auch seiner jungen, vielversprechenden Jazzszene widmen. Denn wir sind davon überzeugt, dass sich nach Jahrzehnten der britischen Pop-Dominanz (Beatles, Stones, Bowie, Sex Pistols, Depeche Mode, Oasis…) in jüngster Vergangenheit unglaublich vielseitiger Jazz aus Großbritannien an die Oberfläche schiebt. Deshalb geben wir unserem Festival erstmals seit über zehn Jahren wieder einen Länderschwerpunkt. »Fish and Chips« verspricht nicht nur ein künstlerisch reizvolles Festival, sondern es ist auch Ausdruck dessen, was wir seit wenigen Jahren beobachten: Jazz wird wieder heterogener und er wird gesellschaftlich ambitionierter, er spiegelt wieder verstärkt den Zeitgeist. In diesem Sinne verstehen wir »Fish and Chips« auch als ein kreatives Beschwören der europäischen Idee. Und wer beschwört nun mit uns auf der Bühne?

 

Zäumen wir doch den Fisch mal von hinten auf: Zum Festivalhöhepunkt (und -abschluss) spielen am 20. Oktober im Opernhaus der Miles-Davis-Bassist Dave Holland mit seinem Allstar-Quartett AZIZA (mit Chris Potter, Lionel Loueke und Eric Harland), die Grande Dame des britischen Jazz, Norma Winstone, mit ihrem aktuellen Trio sowie der anlässlich von 70 Jahren Israel der israelische Trompeter Avishai Cohen mit seinem von ECM bekannten Quartett. Einen Tag vorher gibt es ebenfalls einen großen Konzertabend – am 19.10. im Westbad mit Joshua Redman’s JAMES FARM (mit Aaron Parks, Matt Penman und Eric Harland) sowie Max Andrzejewskis Band HÜTTE, die eigens für unser Festival mit Gästen ein Tribute an die Soft-Machine-Legende Robert Wyatt

 

Am Mittwoch, dn 17.10. kommt es im Schauspielhaus zu einer ganz besonderen Begegnung: Matthew Herbert’s Brexit Big Band trifft dort einmalig auf Musiker der HMT und das Vocalconsort Leipzig und liefert den Soundtrack zum Brexit – und ein Beispiel für internationale künstlerische Zusammenarbeit. Den zweiten Teil dieses Dopelkonzerts bestreitet die junge Londoner Trompeterin Yazz Ahmed, die aus ihren britischen und bahrainischen Wurzeln analog-elektronischen Jazz des 21. Jahrunderts formt.

 

Bereits am ersten Festivalwochenende kommt es zu einer weiteren einzigartigen deutsch-britischen Kooperation: Michael Wollny, Leafcutter John und Alex Nowitz konstruieren dabei mit Piano, Elektronik und gesprochenem Wort »Goldberg-Tangenten« in den Koordinaten Johann Sebastian Bach, Glenn Gould und Thomas Bernhard. Das ganze passiert im Kunstkraftwerk am Samstag, den 13.10. – im Doppelkonzert mit dem Preisträger des BMW Welt Young Artist Jazz Award 2018, der Münchner Groove-Jazz-Formation Fazer. Der Leipziger Jazznachwuchspreisträger 2018 hingegen eröffnet das Festival am 11.10. im UT Connewitz – wer’s wird, steht noch nicht fest. Wer nach der Verleihung und dem Preisträgerkonzert aber den Abend abrundet, steht sehr wohl fest, nämlich eine der coolsten Bands des jungen britischen Jazz: Empirical.

 

Wer die Jazztage genauer kennt, weiß natürlich, dass Sternstunden insbesondere nachts „drohen“. Und auch diesmal versprechen die Festival-Nachtkonzerte auf kleinen Bühnen Großes: der Berliner Drummer Oli Steidle kommt mit seinen Punk-Noise-Jazz-Freunden, den Killing Popes in die naTo (11.10.), genau wie die junge Hamburger Saxophonistin Anna-Lena Schnabel mit Flo Weber, James Benner und James Maddren (18.10.) und Helmut ‚Joe‘ Sachse mit Maggie Nicols, die ihre »Nevergreens« im Gitarren-Stimmen-Duo wiederbeleben (19.10.). Der englische Pianist Kit Downes spielt ein Solokonzert an der Orgel der Liebfrauenkirche (13.10.) und der Berliner Gitarrist Christian Kögel verwandelt zum Festivalabschluss Queens siebtes Album endlich in das, wonach es banannt ist: »Jazz« (20.10.).

 

Zum traditionellen »Stage Night Special« im Horns Erben widmet sich die junge Leipziger Band Milk Wood um den Sänger Matthias Boguth Texten des walisischen Schriftsllers Dylan Thomas (15.10.). Außerdem gastiert der gefeierte britische Pianist Elliot Galvin mit Trio in der naTo (18.10.) und das Hidden Orchestra kehrt nach Jahren zurück auf die Jazztage-Bühne (16.10. UT Connewitz).

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